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WER WAR HELMUT SINN?

Heute gehe ich auf ein Thema ein, das vermutlich alle Frauen früher oder später damit konfrontiert werden. Männeruhren!
Während wir Frauen teuren Taschen lieben, geben Männer gerne viel Geld für
Uhren aus. IWC und Breitling haben wir schon oft gehört.

Ich muss aber gestehen, es gibt wirklich viele wunderbare Uhren! Ich mag sowieso lieber Männeruhren, weil sie breiter sind. Heute werde ich mit euch in die Geschichte von Sinn eintauchen.

Helmut Sinn

Seit 1961 macht Sinn Instrumentenuhren. Damals im Jahr 1960 verkaufte Helmut Sinn eine Taucheruhr, 200 Meter wasserdicht mit Schweizer Automatikwerk für knappe 40 EUR (damals 79.50 Deutsche Mark). Heute undenkbar!

Helmut Sinn ist 1916 geboren. Im Jahr 1918 kam mit seiner Familie als Flüchtling aus dem Elsass in die Pfalz. Sein Traumberuf war Pilot. So sollte es auch sein! Er erhielt schon früh den Spitznamen «schneller Helmut», das sagt einiges über seine Piloten-Künste aus.
Helmut diente im zweiten Weltkrieg als Pilote. Nach einem Sturz über russischem Gebiet, war er am Rücken schwer verletzt und verlor zwei Finger. Wegen des Flugverbotes für Deutsche nach dem zweiten Weltkrieg, liess Helmut Sinn seinen Pilotenschein nicht verlängern.

Im Jahr 1950 kam Helmut in die Schweiz, selbstverständlich durch die Uhren. Als er den erstbesten Flugplatz gesehen hat, entschied er sich den Flugschein erneut zu machen. Ab dem Jahr 1955 war das Fliegen in Deutschland das Fliegen wieder erlaubt.

Luxus Uhren von Sinn

1961 gründete Helmut sein Uhrengeschäft. In den 70er wurden alle Lufthansa-Maschinen der Typen 707, 727 und 737 mit Borduhren von Sinn ausgestattet. Was für ein Erfolg!

Auch für Privatpersonen und Piloten hatte Sinn was im Sortiment, nämlich die die 103 A mit dem Schaltradkaliber Valjoux 726. Die Uhr mit Drehlünette ist perfekt ablesbar und komplett auf die Ansprüche schneller und präziser Zeitmessung ausgerichtet.

Das Unternehmen kontrierte sich auf die Herstellung von Fliegerchronographen, Industrie-, Rennsport- und Taucheruhren und verkaufte sie im Direktvertrieb. Durch den Direktvertrieb waren günstigere Preise möglich, da die Zwischenhandelsmarge entfalte.

Damals kostete die Valjoux 726 bei Bestellung in Frankfurt-Rödelheim 360
Deutsche Mark, heute hat sie ein Wert zwischen 3’000 und 10’000 Euro. Wahnsinn!

Verkauf

Im September 1994 verkaufte Helmut Sinn seine Firma an den ehemaligen IWC-Mitarbeiter und Ingenieur Lothar Schmidt.

Helmut scheint ein faszinierendes Leben geführt zu haben. Als nächstes werde ich mir den Dokumentarfilm «Die Zeitmaschine» ansehen, dann erfahre ich mehr über ihn.

xx Nissi

Quellen: Vintage Sinn Collector, Collectors Militaria

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